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Prof. Dr. Bernd Giesenhagen
Dentale Implantologie

Landgraf-Karl-Str. 1
34131 Kassel
Fon 0561 / 40 08 53 62
Fax 0561 / 51 08 38 23
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Die Knochenringtechnik: Einzeitige vertikale Augmentation mit autologen Knochenringen

Die Ausgangssituation

Bei Knochendefekten, die mit autologen Blöcken augmentiert und danach implantologisch versorgt werden, muss bisher meist eine zweiphasige Methode gewählt werden.

Die Lösung

Der Implantologe Dr. Bernhard Giesenhagen aus Melsungen hat eine Augmentationstechnik entwickelt, die es bei größeren dreidimensionalen Knochendefekten erlaubt, Knochentransplantation und Implantation in einer OP durchzuführen. Die sogenannte Knochenringtechnik kann heute für fast alle Indikationen verwendet werden, u.a. auch beim Sinuslift.

Der Vorteil

Die Behandlungszeit des Patienten reduziert sich im Vergleich zur klassischen Knochenblockaugmentation um circa fünf Monate. Der zweite chirurgische Eingriff entfällt.

Der Erfolgsbeleg

Dr. Giesenhagen hat mittlerweile mehr als 900 Knochenringaugmentationen mit ANKYLOS® durchgeführt. Langzeitbeobachtungen belegen eine Erfolgsrate von über 98%.

Das Prozedere

Die Knochenentnahme erfolgt je nach Indikation entweder am Kinn, palatinal oder retromolar. Die Vorbereitung der Empfängerstelle sowie die Entnahme des Transplantats geschieht mit speziell entwickelten Trepanfräsen, die Dr. Giesenhagen in Zusammenarbeit mit der Firma Helmut Zepf Medizintechnik entwickelt hat.

Step-by-step Prozedere der Knochenringtechnik

Step-by-step Prozedere der Knochenringtechnik

Schritt 1)
Entnahmestelle am Kinn freilegen und mit der Trepanfräse vormarkieren.

Schritt 2)
Ringöffnung in den Knochen bohren, solange das Transplantat noch fest im Knochen verankert ist.

Schritt 3)
Mit der Trepanfräse die endgültige Tiefe des Knochenrings präparieren.

Schritt 4)
Spongiösen Knochen von der kontralateralen Kortikalis ablösen und Ring entnehmen.

Schritt 5)

Entnommener Knochenring mit Kortikalis und Spongiosa.

Schritt 6)
Defekt an der Empfängerstelle mit Trepanfräse für die Einpassung des Transplantats präparieren.

Schritt 7)
Knochentransplantat einsetzen und Implantatbett aufbereiten.

Schritt 8)
Implantat durch den Knochenring hindurch subkrestal inserieren.

Schritt 9)

Transplantat und Implantat mithilfe der Membranschraube fixieren.

Schritt 10)
Übriges Defektvolumen mit Eigenknochenspänen und Knochenersatzmaterial auffüllen.

Schritt 11)
Empfängerstelle mit Kollagen- Membran abdecken.

Schritt 12)
Weichgewebe spannungsfrei verschließen.

Folgende Faktoren müssen besonders beachtet werden:

Folgende Faktoren müssen besonders beachtet werden:

  • Die Empfängerstelle muss möglichst viele vitale Zellen enthalten, um eine optimale Revaskularisierung des Transplantats zu gewährleisten.
  • Es ist ausreichend ortsständiger Knochen erforderlich, um das Implantat primärstabil verankern zu können.
  • Eine immobile Positionierung des Transplantats ist entscheidend.
  • Das Transplantat muss mit langsam resorbierbaren Knochenersatzmaterial auskonturiert werden, um Volumenverlust zu vermeiden.
  • Ein sicherer und spannungsfreier Wundverschluss ist Bedingung für eine problemlose Einheilung.